Prosa & Lyrik

verquert hat es sich das wort das
sich festsaugt an meiner zunge sich
auf und abbaut am
speichel sich betrinkt mit
körpersäften verkehrt wolllüstig die
beine breit macht für den spagat von
meinem seelenzipfel zu deinem blick am
anderen ende des tisches dein
ohr unter den wortröcken haftet
an venus und muschel zarte
fäden das netz löst
das rätsel
 

zwei lichter im traum in einem gesicht augen
gerichtet ein zweites gesicht die
katze umschmeichelt die wange das ohr engelhaft
zwei augenlichter unbehauen das tor im
nacken die katze faucht auf teufel komm rein der
himmel kann warten im traum zwei lichter
das zweite gesicht im spiegel ein
lächeln verdeckt sich und
bricht

wasser bricht
nicht nicht wenn es fließt
wie die worte worte wie wasser
oder wie vater immer sagte ruhe
will ich einfach ruhe
wasser bricht die stille
das wort spießt den gedanken
fluss gevierteilt geteert entehrt
wasser bricht niemals
lautlos den bann

die schwarze luft schluckt alles
alles sind wir alles vögel
zwitschern lange vor sonnenaufgang
nachts sind alle küsse
grau namenlos die hände
handverlesen die frau
alles bin ich alles
spürt der wind dass er weht
nachts sind alle küsse grau
deiner fehlt

rote lichter rechts links weiß kolonnen
wälzen die nacht zu tode teilen bäume
straßenbreit scheibenwischer im takt
unerbittlich wie kommt der sand in die
uhr das letzte körnchen nicht morgen
jetzt die zeit tropft blutleer über
asphalt und stein geborgte hoffnung
am kreuz weiß und endgültig wie der
t
  o
  d